Der Nudelmaschinen Ratgeber

Die Kunst der selbstgemachten Pasta

Lecker gekochte Pasta gehören heute zu den populärsten Lebensmitteln. Sie sind weltweit als Hauptspeise, Vorspeise oder auch als Beilage allseits beliebt und nicht mehr vom Teller wegzudenken. Verbunden werden sie automatisch mit der mediterranen Küche Italiens. Jedoch ist die Herkunft nicht so unumstritten wie oft angenommen. Erste nachgewiesene Schriften über nudelartige Nahrungsmittel und gedämpfte Teigtaschen gibt es aus China. Sie stammen aus der Zeit von ca. 200 vor Christus. Bei Ausgrabungen fand man sogar über 4000 Jahre alte Nudeln, welche in einer versiegelten Tonschale gelagert wurden. Genießbar waren diese natürlich nicht mehr.
Die ersten schriftlichen Dokumente über Pasta wie wir sie kennen stammen aus dem 12. Jahrhundert aus der Gegend um Palermo. Darin wird von Fäden aus Weizen geschrieben, welche vor dem Verzehr in Wasser gekocht wurden. Man geht heute davon aus, dass pasta- oder nudelähnliche Gerichte von mehreren Völkern unabhängig voneinander entwickelt wurden.

Neben Pasta und Nudeln hört man im Volksmund auch oft den Begriff Teigwaren. Streng genommen sind Teigwaren jedoch ein Oberbegriff für Speisen die aus gemahlenem Getreide und Eiern hergestellt werden. Dazu gehören natürlich auch Spätzle oder Knöpfle.

Die Hauptbestandteile bei der Herstellung eines Nudelteiges sind Wasser, Salz und Hartweizengrieß oder Weizenmehl. Auch beliebt sind Eiernudeln, bei welchen der Teig mit Eiern angereichert wird. Durch das steigende Gesundheitsbewusstsein freuen sich Teigwaren aus Vollkorn- oder Dinkelmehl immer größerer Beliebtheit.

Pasta selbst zubereiten

Wer noch nie selber Pasta gemacht hat, sollte dies möglichst bald nachholen. Der Aufwand ist überschaubar und das Resultat ist mit ein wenig Übung phänomenal. Besonders bei einem Essen mit Freunden kann man die komplette Mahlzeit vorbereiten, hat noch genügend Zeit für die Gäste und beeindruckt diese mit einem schmackhaften und frischen Gericht.

Neben der Frische des Produktes, zeigt sich die Qualität von selbstgemachter Pasta auch darin, dass sie die Sauce durch die raue Oberfläche der Teigwaren besser aufsaugt wird. Dieses Merkmal geht bei maschinell produzierten Nudeln leider immer mehr verloren. Der Umstand liegt an der Herstellungsart die heutzutage von den Produzenten angewendet wird. Im Gegensatz zu früher nutzt man bei der Produktion inzwischen Düsen, welche mit Teflon beschichtet sind. Dadurch wird die Oberfläche der Nudeln feiner und die Sauce kann nicht mehr so gut in die Pasta eindringen. Für die Produzenten hat die Beschichtung im Vergleich zu früher verwendeten Materialien jedoch den großen Vorteil, dass diese bei der Wartung nicht so aufwändig sind.

Nudelteig selber machen. Man weiß was drin ist…

Im Zeitalter von Allergien und Unverträglichkeiten ist es für viele immer wichtiger zu wissen was genau für Zutaten in den Lebensmitteln genau stecken. Mit der eigenen Pastaproduktion kann man selber steuern, welche Zutaten man verwertet und wie viel Salz man zum Beispiel in den Teig einarbeitet.

Für einen guten Pastateig braucht man ein hochwertiges Mehl. Die zweite wichtige Zutat ist Wasser oder Eier. Mit der Zugabe von Eiern wird der Teig aromatischer und fester. Jedoch ist er im Vergleich zu einem Teig mit Wasser nicht so lange haltbar. Nudelteig mit Eiern ist zum raschen Verzehr vorgesehen. Pasta welche aus Teig mit Wasser angefertigt wurden, lassen sich auch sehr gut trocknen und für später aufbewahren. Auch bei Eiernudeln besteht grundsätzlich keine Salmonellengefahr. Durch die hohe Kochtemperatur werden allfällige Bakterien unschädlich gemacht.
Italiener nutzen für die Herstellung ihrer Nudeln ein Hartweizenmehl des Typs 00. Dieses bekommt man in jedem gut sortierten Supermarkt. Man kann jedoch auch Hartweizengrieß oder ein Gemisch mit Weizenmehl verwenden.

Nicht fehlen darf beim Pastateig ein qualitativ gutes Olivenöl. Dieses macht den Teig für die spätere Verarbeitung weich und geschmeidig. Hat man den Teig genügend geknetet und kurz gelagert, ist er bereit zum Verarbeiten. Er sollte leicht elastisch sein, jedoch trotzdem fest und kompakt.

Selbstgemachte Nudeln
Selbstgemachte Fettucine

Auch mit dem Wallholz funktioniert es

Wer keine Nudelmaschine hat, kann die Nudeln auch ohne machen. Dazu rollt man den Teig mit dem Nudelholt auf eine Dicke von ungefähr einem Millimeter aus. Je nach Geschmack kann der Teig auch dünner oder dicker sein. Die einfachste Variante sind die Bandnudeln. Für diese schneidet man den Teig danach mit einem Messer in Streifen. Möchte man die Nudeln nicht gleich weiterverarbeiten, so empfiehlt es sich diese leicht mit Mehl zu bestäuben. Die kleben dann weniger zusammen.

Manuelle und elektrische Nudelmaschinen

Einfacher ist die Verarbeitung mit einer Nudelmaschine, welche es inzwischen bereits ab rund 50 Euro zu haben gibt. Dabei unterscheidet man in manuelle Nudelmaschinen, bei welchen die Walzen mit einer Kurbel angetrieben werden. Kraftsparender und angenehmer sind elektrische Nudelmaschinen, welche mit einem Motor ausgestattet sind. Hier entfällt das Kurbeln und man kann sich auf das Ausrollen des Teiges konzentrieren.

Noch einfacher sind vollautomatische Pastamaschinen. Diese Küchengeräte übernehmen die ganze Arbeit. Vom Teigkneten bis zum Formen der Nudeln passiert alles von alleine.

Welche Nudelmaschinen ist die richtige für dich?

Nicht jede Pastasorte kann man mit jeder Nudelmaschine herstellen. Bei den klassischen Nudelmaschinen und vollautomatischen Nudelmaschinen gibt es große Unterschiede.

Möchte man das Gerät nur ab und zu nutzen, so empfehlen wir eine klassische Pastamaschine, welche bei Bedarf mit einem elektrischen Motor erweitert werden kann. Mit diesen Geräten lassen sich Pastaarten wie Bandnudeln oder Ravioli herstellen. Der Teig wird dabei in mehreren Durchgängen entweder manuell oder mit Hilfe eines Motors ausgerollt und danach längs geschnitten. Einige Varianten bieten noch unterschiedliche Messer, womit Nudeln mit einem geraden oder zickzackförmigen Rand hergestellt werden können.

Für Vielnutzer oder bei der Herstellung von größeren Mengen ist eine vollautomatische Nudelmaschine zu empfehlen. Bei diesen Geräten gibt man den Pastateig in die Maschine und bekommt danach das fertige Produkt. So sind nicht nur Bandnudeln, sondern auch Spaghetti, Fettuccine oder Penne möglich sozusagen vorgelegt. Die Zubereitungszeit ist dabei massiv kleiner wie bei einer klassischen Nudelmaschine und die Pastavarianten vielseitiger.

Klassische Nudelmaschinen starten preislich bei rund 50 Euro. Für einen vollautomatischen Pastamaker muss man etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Angebote starten ab 200 Euro. Zu beachten ist auch, dass der Wartungsaufwand bei einem vollautomatischen Pastamaker höher ist wie bei den klassischen Geräten.
Gerade bei den klassischen Nudelmaschinen sollte man beim Kauf darauf achten, dass das Gerät nicht aus Kunststoff, sondern aus Edelstahl oder zumindest Aluminium ist. Die Varianten aus Edelstahl sind schwerer und robuster und daher einfacher in der Anwendung. Die Freude daran wird unbestritten länger anhalten.

Welches Zubehör zum selber Pasta machen?

Ein praktisches Zubehör ist ein Nudeltrockner oder auch Nudelständer genannt. Mit diesem lassen sich die Nudeln einfachen aufhängen und trocknen. Besonders praktisch ist dies, wenn man die Pasta für den späteren Verzehr vorbereiten möchte.
Für etwas faulere Leute die eine einfache Pastamaschine haben, gibt es Nudelschneider mit mehreren Rädchen. Dadurch lassen sich mehrere Bandnudeln mit einem Schnitt aus einer Teigplatte herstellen. Ein durchaus hilfreiches Gadget.

Nicht fehlen und zwingend notwendig ist ein Nudeltopf. Pasta sollte immer mit genügend Wasser gekocht werden. Die Faustregel besagt, dass man pro 100g Nudeln 1 Liter Wasser verwenden soll. Zusätzlich kommt auf diese Menge 10g Salz in das Wasser.

Welcher Hersteller ist zu empfehlen?

Marktführer bei Nudelmaschinen sind aktuell die drei Hersteller Marcato, Gefu und Philips. Die ersten beiden haben sich eher auf manuelle und elektrische Nudelmaschinen spezialisiert. Philips hat mit dem Philips HR2375 einen sehr beliebten Vollautomaten auf dem Markt.