Manuelle Nudelmaschinen

Wer sich unter die Nudelproduzenten wagen möchte und nicht zu viel Geld investieren will, wird schnell bei manuellen Nudelmaschinen landen. Sie sind die einfachste und günstigste Variante von Pastamaschinen.

Die Funktionsweise von manuellen Nudelmaschinen ist äußerst simple. Mit einer Kurbel werden zwei Walzen angetrieben, zwischen denen der Teig verarbeitet wird. So wird der Teig in mehreren Arbeitsgängen portionsweise bis zur gewünschten Dicke ausrollt. Diese lässt sich anhand des einstellbaren Walzenabstandes justieren.

Bis die Teigplatte eine Stärke von etwa einem Millimeter erreicht hat sind einige Durchgänge und einiges an Krafteinsatz notwendig. Daher ist die Menge des zu verarbeitenden Pastateiges bei einer manuellen Nudelmaschine eher gering. Für die Zubereitung von Pasta für mehr als vier Gäste ist das Gerät zu zeitintensiv und daher ungeeignet. Der Zeit- wie auch der Kraftaufwand sind schlicht zu hoch.

Empfohlen werden diese Geräte bis zu einer Menge von etwa 500 Gramm. Wer mehr Nudeln herstellen möchte, sollte elektrische oder sogar vollautomatische Pastamaschine ins Auge fassen. Eine andere Möglichkeit ist die Erweiterung der manuellen Nudelmaschine mit einem Motor. Dies ist aber nicht bei allen Geräten möglich.

Für Gastrobetriebe ist eine manuelle Pastamaschine gänzlich ungeeignet und nicht in Betracht zu ziehen. Da würde man beim Kurbeln mit der eigenen Muskelkraft schnell an die Grenzen kommen. Auch wer öfters in den Genuss von selbstgemachter Pasta kommen möchte, sollte sich das Kurbeln ersparen.

Für alle Hobbyköche, die ab und zu selbstgemachte Nudeln genießen möchten und dabei eine preisgünstige Lösung suchen, ist eine manuelle Nudelmaschine aber durchaus die richtige Wahl.

Welche Nudelarten sind möglich?

Manuelle Pastamaschinen sind auf die Herstellung von flachen Nudeln begrenzt. Runde Sorten wie Penne sind Vollautomaten vorbehalten. Die Vielfallt ist aber trotzdem gegeben. Mit Teigplatten und einer leckeren Füllung lassen sich auch schmackhafte Ravioli oder Tortellini zubereiten. Einige Nudelmaschinen bieten spezielle Aufsätze, welche die Herstellung von Ravioli vereinfachen. Dabei führt man zwei Nudelplatten in den Aufsatz ein und gibt die Füllung in die Mitte hinein. Mit Betätigung der Kurbel werden danach die beiden Teigplatten zusammen mit der Füllung zu Ravioli geformt. Einfach gemacht und himmlisch lecker.

Standfestigkeit der manuellen Nudelmaschine

Zwingend notwendig ist für ein einfaches Auswallen eine Klemme, mit welcher das Gerät am Tisch befestigt werden kann. Fehlt die Schraubzwinge wie es teilweise bei sehr günstigen Geräten der Fall ist, wird die Nudelmaschine keine Standfestigkeit haben und der Teig kann nur mit Mühe durch die Walzen gerollt werden.

Manuelle Nudelmaschine: Nudel schneiden
Leckere Pasta
Manuelle Nudelmaschine: Teig auswallen

Reinigung und Pflege

Die Reinigung dieser Küchengeräte ist grundsätzlich unkompliziert und einfach. Jedoch muss man trotzdem In jedem Fall die Vorgaben des Herstellers beachten. Besonders ist dabei zu achten, ob das Gerät geeignet für die Spülmaschine ist. Geräte aus Edelstahl könnten bei unsachgemäßer Reinigung Rostflecken bekommen. Nach der Verwendung lässt man die Nudelmaschine am besten für einige Stunden stehen. Während dieser Zeit trocknen die Teigreste und sind danach mit einem weichen Tuch leicht zu entfernen. Für die Schlussreinigung kann man dann noch ein feuchtes Tuch verwenden. Schon ist die Reinigung erledigt.

Zubehör für die Pastamaschine

Einige Modelle lassen sich im Nachhinein mit einem Motor ausstatten. So fällt das Kurbeln weg und die Herstellung von selbstgemachten Nudeln wird einfacher und braucht weniger Kraftaufwand. Mit dieser Erweiterung geht die Herstellung von Pasta einfacher vonstatten. Ein weiteres Kriterium bei der Anschaffung sollte der mögliche Ausbau mit zusätzlichen Aufsätzen für weitere Pastaarten sein. So gibt es zum Beispiel Erweiterungen für die Herstellung von Ravioli, Pappardelle oder Tagliattelle. Bei Geräten im höheren Preissegment sind diese teilweise bereits in der Grundausstattung enthalten.

Wie viel kostet eine manuelle Nudelmaschine?

Preislich beginnen die zu empfehlenden Modelle bei ca. 50 Euro. Von günstigeren Geräten sollte man die Finger lassen, da bei diesen die Verarbeitung oft ungenügend ist und der Pastaspaß nur von kurzer Dauer sein wird. Zu empfehlen sind Geräte aus Edelstahl. Diese haben eine gute Haltbarkeit, sowie ein höheres Gewicht. Durch dieses bekommt die Küchenmaschine eine bessere Standfestigkeit und verrutscht weniger.

Nicht zu empfehlen und die Finger lassen sollte man von Geräten aus Kunststoff. Hier wird zu sehr beim Material gespart, wodurch die Qualität enorm leidet. Die schlechte Verarbeitung solcher Geräte führt oft zu einer geringen Lebensdauer.

Vor- und Nachteile einer manuellen Nudelmaschine

Vorteile

preisgünstig in der Anschaffung
robust und langlebig
kompakt und gut verstaubar
ausreichend für die gelegentliche Nutzung
einfach in der Handhabung

Nachteile

müssen an einem Tisch befestigt werden
wegen dem Kurbeln eher anstrengend
bei der Verarbeitung hat man nur eine Hand frei
nur für kleinere Mengen zu benutzen